1000 Jahre St.Jakobskirche

1000 Jahre St. Jakobskirche in Herxheim am Berg

 

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     Hinweis der protestantischen Kirchengemeinde

Die Herxheimer St. Jakobskirche im Strom der Zeit…!

- 7. Jh.: Anlage eines ersten Friedhofes im Leininger Weg durch die Dorfgründer (Franken).

- 8. Jh.: Gründung der Kirche höchstwahrscheinlich durch das Kloster Weißenburg im Elsass, römische Funde bei der Kirche lassen auf einen heidnischen Vorgängerbau schließen.

- 1014: Entstehung des frühromanischen Glockenturms als Steinbau; dies wird durch das Auffinden einer röm. Ziffer >MXIV< und durch Steinmetzzeichen aus dem 11. Jh. belegt.

- 1214: erste urkundliche Erwähnung der Kirche durch Übergabe der Patronatsrechte (=Nutzungsrechte) von Kloster Murbach im Elsaß an das pfälzische Kloster in Höningen.

- 1240/45: eine Bulle von Papst Innozenz IV. besiegelt offiziell die Weitergabe des Zehnten der Herxheimer Kirche an das Kloster Höningen (Patronatsrecht).

- um 1290: erste Ausmalung der Apsis mit Fresken beim Kreuzgratgewölbe (4 Evangelisten).

- um 1375: zweite Ausmalung des hinteren Teils der Apsis mit Fresken (Maria & Heilige).

- 1379: durch die Gemeinde Herxheim wird ein der hl. Maria geweihter „Anna Maria Altar“ gestiftet und vom ersten namentlich bekannten Priester Heinrich geweiht.

- 1461: im Mai wird das befestigte „Hangend – Herxheim“ in einer Fehde durch die Truppen von Kurfürst Friedrich I. nahezu zerstört, nur die Kirche und ein Wohnhaus bleiben stehen.

- 1505: Herxheim wird selbstständige Pfarrei, wobei die Mutterkirche noch in Leistadt ist.

- 1551: der Pfarrsitz wird vom benachbarten Leistadt (Mutterkirche) nach Herxheim verlegt.

- 1566: die neue lutherische Lehre wird in der Grafschaft Leiningen eingeführt (Reformation) und die einstige Mutterkirche in Leistadt wird zur Filiale. Die beiden Kirchen bekommen mit Johannes Diether den ersten luth. Pfarrer, der 1571 wegen Unsittlichkeit entlassen wird.

- um 1570: durch die neue prot. Lehre bekommt die Kirche ein steinernes Taufbecken und zwei Fenster werden im Altarraum eingebaut, welche für mehr Licht in der Kirche sorgen.

- 1586: die Dorfkirche wird erstmals als >St. Jacobs Kirche< (dem hl. Jakob geweiht) erwähnt.

- 1597: erstmals wird ein Pfarrhaus genannt, das in sehr schlechtem Zustand ist. Der Pfarrer muss in der verarmten Kirchengemeinde, die nicht einmal eine eigene Bibel, Leichentücher, Totenbahre oder Abendmahlsgeschirr besitzt, die Glocken selbst läuten.

- 1609: der Pfarrer wohnt nicht mehr im baufälligen Pfarrhaus, er hat ein eigenes Haus im Ort. Die Kirche bekommt zudem eine erste einblättrige Kirchenuhr für den Glockenturm.

- 1717: erste bekannte Grablegung eines einjährigen Kindes in der Kirche (Familie Reineck).

- 1729: das Kirchenschiff wird erweitert und nach dem Brand von 1674 im barocken Stil renoviert, sodass ca. 225 Personen durch den Einbau einer Holzempore Platz finden.

- 1775: der im Ort beliebte Schlosserbauer Friedrich Ludwig von Reineck wird in einer ausgemauerten Gruft unter dem Altarraum am 28. März um 19 Uhr zu Grabe getragen.

- 1794: die Herxheimer vergraben ihre 2 Glocken aus Angst vor Diebstahl durch die Franzosen, welche nach dem Abzug der Besatzer (1816) nie wieder gefunden wurden.

- 1801: die Kirche zählt 251 Lutheraner, 26 Reformierte und es gibt 54 Katholiken im Dorf.

- 1852: Pfarrer Rasor bezieht das neue Pfarrhaus gegenüber dem heutigen Dorfgemeinschaftshaus (Hauptstraße 38), welches die Kirche durch einen Immobilientausch bekam.

- 1874: nach dem Bruch eines Mauerteils in der Friedhofsmauer beim Grabengarten wird eine römische Urne mit Glasscherben in einer Nische gefunden. Die antike Urne kam damals ins Dürkheimer Museum (Altertumsverein) und untermauert mit einem weiteren röm. Steinfund, welcher in der Kirche entdeckt wurde, einen heidnischen Vorgängerbau der Kirche (Theorie).

- 1885: die Kirche wird wieder durch einen notwendigen Ölfarbenanstrich renoviert, bei dieser Gelegenheit übermalt man unglücklicherweise die freiliegenden Wandmalereien.

- 1899: der Schullehrer Friedrich Baumann erwähnt erstmals die mittelalterlichen Fresken und die römische Ziffer MXIV (1014) in einem ausführlichen ortsgeschichtlichen Aufsatz.

- 1902: erste Fotoaufnahme der Kirche vom Westen aus aufgenommen (Original/ Rehg).

- 1925: bei einer Kirchenrestaurierung werden die bereits bekannten Fresken von Professor Richard Troll aus München freigelegt und seiner Ansicht nach ins 12. Jahrhundert datiert.

- 1934: der Dorfschullehrer Friedrich Lehnung zündet in der Nacht vom 4./ 5. August die Kirche an (Beziehungsdrama), 3 neue Glocken kommen am 18.12 wieder in den Turm.

- 1935: am 27.10. findet die >Wiedereinweihung< der Kirche nach dem Brand bei einem Festakt statt und der schon 10 Jahre zuvor bekannte Kunstmaler Prof. Troll restauriert die beschädigten Fresken nochmals. Ein Zugang nördlich vom Glockenturm wird geschaffen (Betontreppe) und Stützpfeiler halten im Süden und Norden den Glockenturm. Eine neue Kirchenuhr mit vier Zifferblättern wird angeschafft und oben im Glockenturm werden fälschlicherweise gotische, anstatt wie urspr. romanische, Fenster eingebaut (Restaurierungsfehler).

- 1960: das Glockengeläut wird auf elektrischen Betrieb umgestellt und die umfassendste Abhandlung zur Kirchengeschichte wird von Jakob Berlet im „Heimatbuch“ veröffentlicht.

- 1998: Francesca Mailänder ist die erste Pfarrerin an der prot. St. Jakobskirche in Herxheim.

- 2001: die bis heute jährlich stattfindende „biblische Weinprobe“ findet erstmalig statt.

- 2006: die Kirchengemeinde verliert ihren eigenen Pfarrer/ Pfarrerin (Pfarrsitz) und wird jetzt vom Pfarramt der Gemeinde in Weisenheim am Berg mitbetreut (Kirchenreform). Im gleichen Jahr wird auch im Mai das Pfarrhaus (von 1852) an Familie Schreiner verkauft.

- 2010: der Friedhof um die Kirche wird mit einer großen Treppe behindertengerecht neu angelegt und die Gebeine von Schultheiß Johann C. Kissel von 1780 werden beim Umbau ausgegraben.

- 2012: Bau einer behindertengerechten Toilettenanlage westlich des Kirchenschiffes.

- 2014: Großes >1000-jähriges Kirchenjubiläum<mit Konzerten, Vorträgen, Führungen, Ausstellung und verschiedenen Festlichkeiten (siehe Flyer). Im April werden durch das Team der Düsseldorfer Spezialisten, unter Leitung von Frau Kristina Brakebusch, die Fresken in der Apsis für rund 25 000€ fachlich restauriert. Der Freinsheimer Hobbyarchäologe Werner Weilbrenner meldet im August eine Kiste voll römischer Dachziegeln, sicher alle mind. aus dem 4. Jh. n.Chr., welche er in den 1980er Jahren in Gärten bei der Kirche aufgelesen hat. Somit kann ein Vorgängerbau (Wachtturm) vor der eigentlichen Kirche wegen der dort sehr guten strategischen Lage, archäologisch belegt werden.  

 

Aktuelles

26.10.17 - 19:00 Uhr
Nazizeit an der Weinstrasse
Ort: Dorfgemeinschaftsh. Hauptstraße 34

31.10.17 - 19:00 Uhr
Biblische Wein- und Brotprobe
Ort: Jakobskirche Herxheim am Berg

03.11.17 - 19:00 Uhr
Herxheimer Gerichtsprotokollbuch 1780-1818, Buchvorstellung
Ort: Dorfgemeinschaftshaus, Hauptstraße 34

19.11.17 - 11:00 Uhr
Volkstrauertag
Ort: Kriegerdenkmal, Hauptstraße, Hinter den Mauern

25.11.17 - 19:00 Uhr
Heimatabend
Ort: Dorfgemeinschaftsh. Hauptstr.34

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